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Diagnostik

 „Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen gesehen habe.“

Das Auge ist wahrscheinlich das für den Menschen wichtigste Sinnesorgan. Eine regelmäßige Vorsorge ist daher dringend zu empfehlen.

 

Wir arbeiten in unserer Praxis mit modernen medizinischen Methoden, die es uns ermöglichen, Augenleiden wie den grünen Star frühzeitig zu diagnostizieren. Erkrankungen können somit frühzeitig erkannt und therapiert werden, lange bevor es zu Schädigungen des Auges kommt.

 

Aufbau des Auges

Das menschliche Auge ist ein hochkomplexes Sinnesorgan. Es ist von einer Vielzahl von Sehnerven durchzogen, die das Sehen ermöglichen. Im hinteren Bereich des Augapfels werden diese Nervenfasern zu einem einzigen „Kabel“ gebündelt. Dieser Bereich wird als Sehnervenkopf (Papille) bezeichnet. Von dort aus führen die Sehnervenfasern direkt zum Gehirn.

 

Papillen-Tomographie mit dem HRT

Eine sehr häufige Augenerkrankung ist der grüne Star (Glaukom), bei deren Verlauf der Sehnervenkopf (Papille) geschädigt wird. Mit der Papillen-Tomographie lassen sich die Sehnerven und der Sehnervenkopf äußerst präzise vermessen. Dabei wird mit einem ungefährlichen Laser die Oberfläche der Sehnerven in höchster Auflösung abgetastet. Ein Computer erstellt daraus dreidimensionale Bilder des Sehnervenkopfes, die eine viel genauere Beurteilung bieten als herkömmliche Methoden. Kleinste Veränderungen werden sichtbar, gefährliche Entwicklungen können rechtzeitig bemerkt und schon Jahre bevor Schäden auftreten behandelt werden.

 

Der eigentliche Messvorgang dauert nur wenige Sekunden, insgesamt können Sie mit einem Zeitaufwand von ca. 10 Minuten rechnen. Dabei ist die Untersuchung vollkommen schmerzfrei und gefahrlos: Weder Sehnerven noch Netzhaut werden durch irgendwelche Strahlen belastet, das Sehen bleibt unbeeinträchtigt.

 

Besonders zu empfehlen ist die Papillen-Tomographie mit dem Heidelberger Retina-Topographen (HRT) bei Patienten, bei denen

  • bereits ein Glaukom diagnostiziert wurde,
  • ein Risiko vermutet wird,
  • nahe Verwandte am Glaukom erkrankt sind,
  • Veränderungen des Sehnervenkopfes (Papille) festgestellt oder
  • ein erhöhter Augeninnendruck festgestellt wurde,
  • die generell auf der sicheren Seite sein möchten.

 

Messung des Augendrucks

Das Auge ist mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. Dieses Kammerwasser sorgt mit einem konstanten Druck dafür, dass das Auge seine feste Form behält. Eine häufige Ursache für die Schädigung des Sehnervenkopfes (Glaukom) ist die Erhöhung des Augeninnendrucks.

 

Wenn bei Ihnen ein Glaukom diagnostiziert wurde, so führen wir eine Messung des Augendrucks durch. Hierfür stehen uns spezielle Messgeräte (Tonometer) zur Verfügung. Ist der Augendruck zu hoch, so kann das Auge durch Medikamente sowie einen kleinen Eingriff entlastet und einer weiteren Schädigung des Sehnervenkopfes vorgebeugt werden.

 

Hornhautdickenmessung (Pachymetrie)

Die Messgeräte zur Augendruckmessung sind auf eine mittlere Hornhautdicke geeicht. Die Dicke der Hornhaut ist jedoch bei jedem Menschen anders. Abweichungen bei der Hornhautdicke führen zu starken Fehlern bei der Augeninnendruckbestimmung. Es ist daher ratsam, zusätzlich eine Hornhautdickenmessung vornehmen zu lassen.

 

Die Hornhautdickenmessung ist schmerzfrei und nicht belastend. Durch diese Untersuchung lässt sich Ihr persönlicher Korrekturfaktor genau ermitteln: Nur so ist eine genaue Messung des Augeninnendrucks möglich.

Da sich dieser individuelle Wert kaum ändert, muss die Messung der Hornhautdicke im Allgemeinen nur einmalig durchgeführt werden.

 

Optische Kohärenztomographie

Viele folgenschwere Erkrankungen des Augenhintergrundes gehen im Anfangsstadium mit einer Veränderung der Netzhaut einher. Bisherige Untersuchungsverfahren, bei denen das Auge berührt werden musste, sind nicht wirklich angenehm. Eine neuartige Untersuchungsmethode sorgt hier für Abhilfe:

Die sogenannte Optische Kohärenztomographie (OCT) ist ein berührungsloses Messverfahren, mit dem hochaufgelöste Bilder des Augenhintergrundes aufgenommen werden können. Sie ermöglicht eine Darstellung der einzelnen Netzhautschichten mit genauer Analyse der eingelagerten Flüssigkeitsmengen und ist daher ein wichtiges Instrument in der Verlaufsbeobachtung insbesondere bei Makulaerkrankungen, wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) oder diabetischen Netzhautveränderungen.

 

Tear-Lab-Untersuchung des Tränenfilms bei trockenen und tränenden Augen

Ca. 70% der Bevölkerung leiden unter dem Krankheitsbild des trockenen Auges, das mit Brennen, Jucken, Fremdkörper-­ und Müdigkeitsgefühl einhergeht. Mit diesem Untersuchungsverfahren des Tränenfilms ist eine gezielte Diagnostik des trockenen Auges möglich, die zu einer differenzierten Behandlung führt.

 

 

Wenn Sie Fragen zu unseren Diagnosemöglichkeiten haben, sprechen Sie uns an!